PopUpliftHilfe

PopUplift einrichten — von der Installation bis zum ersten Live-Popup

Dieser Leitfaden führt einmal komplett durch: Installation, die einmaligen Einstellungen, das erste Popup — und am Ende die Best Practices, mit denen es nicht nur läuft, sondern gut läuft. Für jedes Thema gibt es daneben einen eigenen Artikel mit allen Details.

1. Installation (2 Minuten)

  1. Installations-Link öffnen (den bekommt ihr von uns) und in eurem Shopify-Admin auf Installieren klicken.
  2. Beim ersten Öffnen bittet die App euch, den Vertrag zur Auftragsverarbeitung zu bestätigen — mehr dazu unter Consent und AVV.
  3. Auf der Popup-Seite führt Activate in theme editor in den Theme-Editor: dort das PopUplift-App-Embed einschalten und oben rechts Speichern.

Ohne dieses Embed erscheint nie ein Popup — es ist der Hauptschalter. Umgekehrt gilt: es auszuschalten ist der schnellste Weg, ALLE Popups auf einmal zu stoppen, ohne etwas zu löschen.

Wichtig zu wissen: Nach der Installation ist im Shop noch nichts sichtbar. Ein Popup erscheint erst, wenn ihr es veröffentlicht. Ihr könnt also in Ruhe einrichten.

2. Einmalige Einstellungen (Settings)

Diese Dinge einmal erledigen, dann nie wieder:

Klaviyo verbinden. Unter Integrations auf „Connect with Klaviyo" klicken und im Klaviyo-Login zustimmen. Vorher kurz prüfen, in welchem Klaviyo-Konto ihr gerade eingeloggt seid — wer mehrere Konten hat, autorisiert sonst mit einem Klick das falsche. Der Hinweis „This app has not been reviewed by Klaviyo" ist normal, solange wir nicht im Klaviyo-Marketplace gelistet sind.

Shop & legal ausfüllen. Firmenname (wie im Impressum), URL eurer Datenschutzerklärung und URL der AGB. Die URLs speisen die Links in den Datenschutz-Hinweisen im Popup (den Firmennamen setzt PopUplift nicht ein; schreibt ihn in den Hinweis, wenn er dort stehen soll); enthält ein Hinweis den Link dorthin, lässt sich das Popup ohne gültige Adresse nicht veröffentlichen. Unter Brand assets hinterlegt ihr außerdem euer Logo. Den Hinweistext selbst bearbeitet ihr je Popup in der Einrichtung im Schritt Collection, Feld Privacy small print. Ein bewährter deutscher Text:

Mit der Anmeldung erklärst Du Dich einverstanden, Marketing-E-Mails von uns zu erhalten, und akzeptierst unsere Datenschutzerklärung. Abmeldung jederzeit über den Link in unseren E-Mails möglich.

Versandfähigkeit in Klaviyo prüfen (nur wichtig, wenn der Rabattcode per E-Mail kommen soll): In eurem Klaviyo unter Settings → Email → Sender information müssen Absendername, Absenderadresse auf eurer eigenen Domain und die Firmenanschrift stehen. Unter Settings → Account → Domains muss eure Versanddomain verifiziert UND aktiviert sein — „Activate" ist ein eigener Klick, der gern übersehen wird. Ein Konto ohne Absender verschickt gar nichts, und zwar ohne Fehlermeldung.

Shopify-Branding hinterlegen (optional, aber praktisch): Unter Shopify Einstellungen → Marke Logo und Markenfarben eintragen. Die Einrichtung übernimmt sie dann als Vorschlag — Farben und Logo müssen nicht je Popup von Hand gesetzt werden.

3. Das erste Popup

Der Weg in Kurzform — alle Details stehen unter Popups und Vorlagen:

  1. Popups → Create popup und eine Vorlage wählen: Email-Quiz, Spin-to-Win oder Scratch-Off.
  2. Die Einrichtung führt durch acht Schritte: Theme, Logo, Floating, First, Collection, Reward, Opt-in und Triggers. Alles speichert sich selbst als Entwurf.
  3. Belohnung anlegen im Schritt Reward — Empfehlung: Einmal-Codes, also Percentage, Fixed amount oder Free shipping. Details: Belohnungen und Codes.
  4. Liste und Code-Zustellung im Schritt Opt-in: die Klaviyo-Liste für neue Anmeldungen und ob der Code im Popup steht oder erst nach der Bestätigung per E-Mail kommt. Für den E-Mail-Weg braucht die Liste Double Opt-in (in DACH ohnehin die richtige Wahl), und Klaviyo verschickt den Code aus eurem eigenen Flow; PopUplift legt keinen an — siehe Die Reward-E-Mail. Zeigt der Schritt die Warnung „Another Klaviyo flow can send a second reward", hilft Willkommens-Flow.
  5. Trigger festlegen: Zeit, Scrolltiefe, Exit Intent am Desktop oder „Artikel in den Warenkorb". Mehrere zusammen sind erlaubt — es gewinnt, was zuerst eintritt.
  6. Continue to editor für den Feinschliff; unter Targeting legt ihr bei Bedarf fest, auf welchen Seiten und für wen das Popup gilt.
  7. Publish. Damit geht das Popup live und seine Kampagne wird aktiv. Spätere Änderungen landen erst mit Publish changes im Shop.

Wenn „das Popup nicht kommt": zuerst das Theme-Embed prüfen, dann ob das Popup veröffentlicht und nicht pausiert ist — Fehlerbehebung.

4. Testen, ohne dass Kundschaft etwas sieht

Die Vorschau zeigt die Optik — den echten Durchlauf (Anmeldung, Bestätigungsmail, Code, Flow) testet man aber im richtigen Shop. So geht das unbemerkt:

  1. Im Targeting eine Bedingung Page path is exactly auf eine Seite setzen, die nicht verlinkt ist (eine unveröffentlichte Testseite oder das Impressum).
  2. Veröffentlichen.
  3. Die Seite in einem privaten Fenster öffnen und das Popup komplett durchspielen — mit einer echten eigenen E-Mail-Adresse, bis der Code da ist.
  4. Danach die Bedingung entfernen (oder anpassen) und erneut veröffentlichen.

5. Listen-Strategie: eigene Liste fürs Popup oder eure bestehende?

Die Frage stellt sich, sobald ihr schon einen Willkommens-Flow habt — sonst würde ein Popup-Besucher zwei Rabatte bekommen: den persönlichen Code aus dem Popup und euren allgemeinen Willkommensgutschein. Zwei saubere Wege:

Weg A — eigene Liste fürs Popup (der schnellste Start). In Klaviyo eine neue Liste anlegen (z. B. „Popup-Anmeldungen", Double Opt-in aktivieren) und in PopUplift auswählen. Euer bestehender Willkommens-Flow bleibt komplett unangetastet — er hängt ja an der alten Liste. Kein Risiko, nichts Bestehendes zu beschädigen.

Wollt ihr eure Willkommens-Serie auch für Popup-Anmelder: den bestehenden Flow in Klaviyo klonen, beim Klonen die neue Liste als Auslöser wählen und im Klon den allgemeinen Gutschein durch {{ person.popuplift_offer }} ersetzen. Die E-Mails bleiben dabei vollständig erhalten — nichts muss neu gebaut werden.

Der eine Haken, den man kennen muss: Eure Anmeldungen liegen jetzt auf zwei Listen. Kampagnen müssen an beide gehen — am einfachsten in Klaviyo ein Segment „alle Newsletter-Anmeldungen" über beide Listen anlegen und Kampagnen immer daran schicken. Wer das vergisst, sammelt Popup-Leads, die nie wieder eine Mail bekommen.

Weg B — dieselbe Liste plus eine Weiche (die langfristig einfachste Ordnung). Alle Anmeldungen bleiben auf einer Liste, und im bestehenden Willkommens-Flow sorgt eine einzige Bedingung dafür, dass Popup-Anmelder die allgemeine Gutschein-Mail überspringen. Die Anleitung dazu: Popups und euer bestehender Willkommens-Flow.

Vorher einmal nachsehen, worauf euer Willkommens-Flow reagiert: Bei Added to list funktioniert Weg A zuverlässig. Läuft er dagegen über Added to segment, greift eine Bedingung statt einer Mitgliedschaft — dann können die Popup-Anmelder trotz eigener Liste hineinfallen, und ihr braucht Weg B.

Zwei Klaviyo-Fakten, die bei der Entscheidung helfen:

  • Der Auslöser eines bestehenden Flows lässt sich nachträglich nicht ändern — auch nicht per Klonen, wenn es von Liste auf Ereignis wechseln soll. Von Liste zu Liste klonen geht dagegen problemlos.
  • Klaviyo unterstützt keine E-Mail-Anhänge. Ein PDF (z. B. ein Leitfaden als Anmelde-Bonus) gehört in Shopify hochgeladen (Inhalt → Dateien) und in der E-Mail als Button verlinkt — das ist auch der zustellsicherere Weg.

6. Eigene Flows und Segmente mit PopUplift-Daten

Jeder eigene Klaviyo-Flow kann auf PopUplift reagieren:

Weg 1 — Profil-Eigenschaft, funktioniert in JEDEM Flow. Der Code steht im Klaviyo-Profil des Kontakts. Damit gebt ihr ihn in einem listen-getriggerten Flow aus — etwa in eurer eigenen Willkommens-Serie:

EigenschaftInhalt
{{ person.popuplift_offer }}der persönliche Rabattcode
{{ person.popuplift_offer_text }}Name des Angebots

Zwei Dinge dazu, damit es verlässlich funktioniert:

  • Kurze Verzögerung an den Anfang des Flows (ein paar Minuten). Die Eigenschaft wird mit der Anmeldung übertragen; startet die erste E-Mail ohne Verzögerung, kann sie schneller sein als die Daten.
  • Die Eigenschaft trägt immer den zuletzt vergebenen Code. Für eine Willkommens-Serie, die einmal läuft, ist das genau richtig.

Weg 2 — Ereignis-Auslöser. Die Metrik PopupLift Reward Released feuert, wenn ein per E-Mail zugestellter Code nach der Bestätigung freigegeben wird, und erscheint in eurer Trigger-Auswahl, sobald sie einmal gemeldet wurde. Nur in einem Flow mit diesem Auslöser gibt es Ereignis-Variablen wie {{ event.code }} und {{ event.discount_url }} — in einem listen-getriggerten Flow bleiben sie leer. Details: Die Reward-E-Mail.

Die Segmente: Beim Quiz schreibt jede Anmeldung zusätzlich die gewählte Antwort ins Profil. Daraus baut PopUplift automatisch ein Segment je Antwortmöglichkeit plus das Sammel-Segment „All popup leads" (alle, die über ein Popup einen Code erhalten haben — Anmeldungen aus einem Popup ohne Belohnung zählt es nicht mit). Damit lassen sich Flows und Kampagnen je Interesse aussteuern — z. B. bekommt, wer „empfindliche Ohren" antwortet, einen anderen Anschluss-Flow als wer „wasserfesten Schmuck" sucht. Details: Quiz-Antworten werden zu Klaviyo-Segmenten.

7. Best Practices

  • Eine Frage reicht zum Start. Jede weitere Frage kostet Abschlussrate; jede Antwort bringt Segment-Daten. Startet mit der einen Frage, deren Antwort ihr wirklich fürs Marketing nutzt.
  • Antworten nach dem Go-live nicht umformulieren. Eine umbenannte Antwort startet ein frisches Segment — das alte sammelt nicht weiter. Tippfehler vorher prüfen.
  • Double Opt-in in DACH. Und den Code erst nach der Bestätigung liefern — das hebt die Bestätigungsquote, weil der Klick etwas freischaltet.
  • Ein Angebot, eine Botschaft. Wenn Footer-Formular und Popup dasselbe versprechen (z. B. 10 %), können beide bleiben. Zwei konkurrierende Popups nebeneinander (Klaviyo-Form + PopUplift) dagegen nie.
  • Erst die Versanddomain, dann der E-Mail-Modus. Ohne verifizierte, aktivierte eigene Domain landen Bestätigungs- und Code-Mails im Spam — oder werden gar nicht versendet. Im Zweifel mit „Code im Popup" starten.
  • Die ersten 48 Stunden hinschauen. Kommen unter Leads die Anmeldungen an? Auf der Detailseite je Popup: Sehen genug Besucher das Popup, wie viele schließen ab? Erst messen, dann optimieren — Berichte und Umsatz.

Frage offen? Schreibt uns — wir antworten schnell. support@popuplift.com